Nachrichtenportal für Geflüchtete gestartet

Spannendes EJS-Projekt mit geflüchteten Journalisten aus Syrien, Afghanistan, Iran und Palästina: Seit März ist die Seite amalberlin.de online

Amal, Berlin! informiert Montag bis Freitag auf Arabisch und Farsi darüber, was in der Stadt los ist. Das Wichtigste vom Tage wird ergänzt durch Reportagen, Interviews und Kommentare. Journalisten und Journalistinnen aus Syrien, Afghanistan, Iran und Ägypten betreiben diese mobile Nachrichtenplattform als eine lokale Tageszeitung für das Smartphone."Flüchtlinge in Deutschland sprechen oft noch nicht die deutsche Sprache. Deswegen haben wir uns entschieden, eine lokale Nachrichtenseite aufzubauen, um sie über die Entwicklungen im Land zu informieren - bis sie die Sprache beherrschen", sagte die Journalistin Mahdis Amiri im Gespräch mit chrismon.de. Die zehn Redakteure des Portals seien selbst Flüchtlinge und stammten aus Syrien, Afghanistan, Iran und Ägypten.
 
Bevor das Portal online ging, wurden die Redakteure in einem zweimonatigen Workshop für die Arbeit in Deutschland vorbereitet. Der Workshop befasste sich mit den rechtlichen, ethischen, handwerklichen und wirtschaftlichen Besonderheiten des Journalismus in Deutschland. Im Praxisteil der Weiterbildung wurde ein Online-Newsletter entwickelt, der Nachrichten aus Berlin auf Arabisch und Farsi über das Smartphone verbreitet.
 
Träger des Projekts „Amal, Berlin!“ ist die Evangelische Journalistenschule Berlin (EJS), finanziert wird das Projekt von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Evangelische Journalistenschule in Berlin ist eine Abteilung des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Das GEP ist das zentrale Mediendienstleistungsunternehmen der EKD, ihrer Gliedkirchen, Werke und Einrichtungen.